Es ist selbstverständlich, als DGE-Sektion den Ernährungsbericht mit einer Fachtagung zu würdigen - idealerweise wenn das Land es fördert, was in diesem Fall das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für drei Termine in 2010 tat. Aber es war nicht das übliche Strickmuster. Im Gegensatz zu 2004 haben wir nicht nur Ergebnisse vorgelegt, sondern mit den Erkenntnissen auch das Instrumentarium der DGE präsentiert, welches in Hessen zur Verfügung steht, um aus den Ergebnissen in der Praxis Konsequenzen zu ziehen. Damit haben wir mehr und andere Menschen für die Tagung interessiert und die weitere Sektionsarbeit gestärkt.
Ausgewählt haben wir Kapitel 2 und 3 des Ernährungsberichts 2008, die Erkenntnisse zur Ernährungssituation in zwei Lebenswelten liefern, nämlich Betriebsverpflegung und Senioreneinrichtungen. Frau Dr. PFAU und Herr Professor HESECKER präsentierten. Für beide Lebenswelten bietet die DGE inzwischen Qualitätsstandards an, die beschreiben, wie das Speisenangebot beschaffen sein sollte, um vollwertig und gesundheitsfördernd zu sein. Frau Dr. BÖLTS erläuterte das Konzept.
Schon vor den Standards hat die DGE in Hessen punktuell in verschiedenen Lebenswelten beraten und fortgebildet, wie Frau Dr. KREINHOFF berichtete. Die engagierte Arbeit der Sektion Hessen, so Frau Dr. FOLKERS, ermöglichte es der Landesregierung frühzeitig, die DGE-Standards allen 2.000 hessischen Schulen, 3.800 Kindertagesstätten und 1.400 Heimen (darunter fast 700 Senioreneinrichtungen) zu übermitteln. Die Einladung zur Tagung konnte sich auf diesen Vorlauf beziehen.
Insgesamt 264 Personen nahmen teil. Die größte Gruppe kam aus den Heimen, denen die Einladung von der Hessischen Heimaufsicht zugeleitet wurde. Präsent waren auch leitendes Personal aus Behörden der Kommunen, der Regierungspräsidien und des Landes, Caterer, Vertretungen der Verbände, der Krankenkassen und der Fachpresse. Damit erreichten wir überwiegend die für das Verpflegungsangebot maßgeblichen Entscheidungsträger und nicht nur die Fachkräfte aus der Vollzugsebene wie Köche, Diätassistenten und Ernährungsberatungskräfte.
Entsprechen lebhaft verliefen die Diskussionen. Im Nachgang profitierten wir von neuen Kontakten, auch durch Anfragen nach Vorträgen und Fortbildungen. Das hilft für unser Bemühen, der selbständigen DGE-Sektion Hessen eine breitere Basis zu schaffen.
Hier finden Sie das Programm und die Kurzberichte der Referenten: